Wenn die Beziehung zum Pferd an erster Stelle steht – Interview mit Sandra Kitzmüller

Shownotes

In dieser Podcastfolge spreche ich mit Sandra über einen friedvolleren Umgang mit Pferden und darüber, was echte Verbindung wirklich bedeutet.

Sandra arbeitet ganz anders mit Pferden als viele Menschen es gewohnt sind. Statt klassischer Erziehung, Kontrolle und starren Abläufen setzt sie auf lebendige Kommunikation, feine Wahrnehmung und echtes Zuhören.

Der Wendepunkt auf ihrem Weg war ihre Stute, die sich nicht einfangen ließ. Dieses Erlebnis brachte Sandra dazu, tiefer nach Antworten zu suchen und sich intensiv mit Verhalten und der Psyche von Pferden auseinanderzusetzen.

Wir sprechen darüber:
✨ was friedvolle Arbeit mit Pferden für Sandra bedeutet
✨ wo Gewalt im Umgang mit Pferden beginnt
✨ wie echte Verbindung entstehen kann
✨ und warum Pferde uns so viel über uns selbst zeigen

Ein ehrliches, tiefgehendes und inspirierendes Gespräch über neue Wege mit Pferden.

Viel Freude beim Reinhören. ❤️

Hier findest du Sandra auf Instagram: https://www.instagram.com/holihorse.guidance
Und hier findest du ihre Webseite: https://www.holihorse-guidance.com/

Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast Die Pferdewisionärin.

00:00:13: Ich bin Lisa Joost und möchte dich motivieren und inspirieren, mit deinem Pferд deinen Weg zu gehen und dir selbst ein Stückchen näherzukommen!

00:00:35: Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von der Pferdewisionärin.

00:00:40: Heute habe ich wieder eine Frau zu Gast, wo ich mich sehr darauf freue mit ihr zu sprechen weil die Sorgen wird dass sie auf eine ganz andere Ort und Weise mit Pferden arbeitet und Sie werden mir ein paar Fragen beantworten können, die meinen Kopf in letzter Zeit manchmal Chaos erzeugt und zwar die Liebe Sandra Kitzmüller!

00:00:59: Hallo Sandra!

00:01:00: Hallo liebe Lisa!

00:01:02: Schön das ich da sein darf.

00:01:03: Es ist voll schön, dass du dir die Zeit nimmst.

00:01:06: Sandra für die Leute, die dich nicht kennen vielleicht magst du das erstes einfach mal kurz erzählen wer du bist und was du so machst?

00:01:14: Sehr gern!

00:01:15: Also wie man es wahrscheinlich an meinem Dialekt ja heute bestimmt mit dir durchkommt

00:01:20: weil ich

00:01:20: komme immer so ein bisschen auf meinen Gesprächspartner drauf an Wie wir das wahrscheinlich heraushört, ich komme aus Oberösterreich aus dem Müllviertel und ja, ich lebe da mit meinen Pferden zusammen auf einem kleinen Hof.

00:01:32: Und ich habe mal vor ... Ja jetzt sind es also... Zwei tausend neunzehn hab immer mein Traum erfüllt mit den Pferdern selbstständig zu sein.

00:01:40: Das habe ich eigentlich schon als Kind so verspürt und war dann aber eigentlich ein bisschen näht in Aussicht weil das was ich damals ... können wir noch gerne darüber reden Was ich damals so etwas gelernt habe?

00:01:51: über die Pferde War irgendwie so nicht vorstellbar, dass ich das beruflich dann mache mit meiner körperlichen Statue.

00:02:00: Da ist es nur sehr viel um körperliche Kraft gegangen und ja, im Jahr zwei tausend neunzehn habe immer mein Traum verwirklicht auch mit den Pferden zu leben.

00:02:09: Das war mir ganz wichtig!

00:02:11: Und gehe heute eben an einen ganz anderen Weg.

00:02:14: Es geht sehr sehr viel darum sich in Achtsamkeit zu Schulen bewusst sein, dass ich überhaupt weiß was mein Körper die ganze Zeit kommuniziert welche Bewegungen mein Körper vielleicht macht, die ich merke.

00:02:28: Vielleicht aber auch gar nicht merke.

00:02:30: und das ist aber alles Botschaften sind Und es fängt schon im kleinen Sachen an wenn wir zum Pferd reingehen Aber führt dann natürlich fort in so Sachen wie am Reitplatz oder auch Im Gelände dass die Pferde uns ja permanent lesen Und ich versuch, das hat alles ein bisschen zu vereinen.

00:02:49: Den inneren Weg.

00:02:50: So ok wo darf ich mich selber hin entwickeln?

00:02:53: Das heißt wirklich souverän zu sein, selbstsicher zu sein sich selbst sicher zu fühlen aber auch das dann körperlich auszudrücken und ganz wichtig ist es daran halt schon auch zu wissen, was der Körper eben spricht.

00:03:09: Weil jede Bewegung hat eine Bedeutung und es ist eigentlich beides untrennbar.

00:03:15: also es geht nicht das eine ohne das andere.

00:03:17: Genau!

00:03:18: Es würden die Menschen aber so gern oder?

00:03:22: Ja gibt's auch sehr viel weil ich beobachte natürlich sehr viel auch die Pferdewelt wie sich das so entwickelt und natürlich ist gerade so dieses okay das Pferd als Lehrer als Lehrmeister Wegweise als jemand, der uns da halt helfen kann und es persönlich weiterzuentwickeln das ist schon sehr ja wird immer beliebter und auch bekannter.

00:03:46: Und auch wertgeschätzt mehr von den Menschen.

00:03:50: Trotzdem sehe ich dann nur oft so die Lücke einfach dann auch hin zu dem zu sagen okay Ich arbeite vielleicht an mir als Mensch aber trotzdem auch zu reflektieren was tue ich denn da?

00:04:03: Wie wirkt mein Tun letztlich auch wieder auf mich als Mensch und dann halt auch aufs Pferd.

00:04:12: Sandra, wir haben vorher kurz besprochen dass ich das Gefühl habe bei deinem Weg gibt es quasi so einen Vorherr und ein Naher.

00:04:19: Und bevor wir zum Wendepunkt kommen vielleicht magst du uns kurz erzählen wie du angefangen hast mit Pferden zu arbeiten?

00:04:27: Du hast eh schon kurz erzählt, dass du es kennengelernt hast als sehr körperlich.

00:04:31: Also wie hat deine Reise so ein bisschen gestartet?

00:04:36: Also so ganz unspektakulär.

00:04:38: tatsächlich, habe ich schon immer als Kind an den Wunsch verspürt Zeit mit Pferden zu verbringen und das hat sie dann durch gute Freundinnen realisiert.

00:04:48: Die haben Haflinge zu Hause gehabt und dann war es halt eher so Learning by Doing.

00:04:53: man geht heute gemeinsam ausreiten und dann ja lernt's dort irgendwie reiten.

00:04:57: also ich hab halt nie wirklich Reitunterricht gehabt geschweige denn da sich irgendwie gelernt hat, was denn ums Pferd rumrum alles ja noch gibt an Wissen.

00:05:08: Das war ja auch damals so... Also ich bin jetzt nur nicht so alt aber da war er als Internet trotzdem so gerade erst so am Vollwerden.

00:05:16: Da war ja nun nicht mehr die Dimension da, die wir jetzt an Wissen haben und da gab es auch noch nicht so für YouTube Videos und Bücher und da hat man sich halt alles irgendwie zangratzt, was man irgendwo gefunden hat oder was man sich dann auch leisten konnte.

00:05:31: Ja, und dann habe ich mir halt mit achtzehn mein erstes Pferd gekauft.

00:05:36: Habe ich hart darauf hingespart!

00:05:38: Und das war natürlich auch ein totaler... Also Hat für mich total ... war stimmig.

00:05:44: Es hat genauso sollen sein, aber aus der Perspektive von Pferdewissen war's halt einfach ich hab überhaupt nix bewusst.

00:05:52: Ich habe die gesehen und hab gesagt, ich bin schockverliebt Und die ist es, hab völlig ignoriert wie sie eigentlich gesundheitlich da steht Wie ihr geht was die für ein Leben schon hinter sich hat?

00:06:03: Ich dachte einfach meine die so lieb und brav habe es Probe gritten und dachte mir so, das ist perfekt.

00:06:09: Weil ich will der Freizeitpferd zum Ausreiten und das ist ideal genauso stelle ich mir das vor und hab da eher meine Bedürfnisse gesehen.

00:06:17: So dass was ich gern hätte und erleben würde gerne mit einem Pferd Und hab halt gar nicht gesehen was sie eigentlich schon alles mitbringt körperlich seelisch vom Umgang her genau Und es hat relativ schnell angefangen, dass sie sich halt dann nicht fangen hat lassen auf der Koppel und dann hat's jetzt schon so angefangen.

00:06:38: Dass man ein bisschen hinterfragt naja irgendwie scheint das dann nicht selbstverständlich sein, dass er Pferd einfach kommt und mitmacht.

00:06:48: Und beim eigenen war es dann halt trotzdem so, dass einem das so ein Herzensanliegen ist, dass das halt irgendwie aber harmonisch ist und dass das Pferddes gerne irgendwie macht.

00:06:57: So hat halt dieser Weg angefangen dass ich Lösungen und Ansätze gesucht habe, Antworten letztlich.

00:07:05: Und... Ich hab auch viele Sachen ausprobiert, waren auch einige Trainer da also vor allem einer halt immer mal wieder.

00:07:14: Die Ansätze die damals dann neu waren das war ja alles so.

00:07:18: das neue schlechthin war in die Richtung natural horsemanship.

00:07:25: Ja, das war natürlich erstmal so okay wow der braucht da gar nicht so viel irgendwie ziehen oder sonst irgendwelche Sachen und dachte mir so wow das ist ja schon richtig cool.

00:07:34: aber es war dann trotzdem so dass viele Fragen die ich hatte nicht für mich genügend beantwortet waren.

00:07:42: Es waren so viele Dinge die sich mit einem Satz abgetan haben wenn ich gefragt habe, wieso bockt sie jetzt und wie so schauten da ihr Gesicht jetzt so aus?

00:07:51: Und dann war die Antwort halt ja weil sie sich jetzt wieder setzt.

00:07:54: Die will sich nicht unterordnen vertraut ihr nur hat noch nicht Respekt und das war halt irgendwie so Ja okay aber Ich versteh es trotzdem nicht warum.

00:08:04: also was kann ich denn anders tun?

00:08:07: oder geht's dann scheinbar nicht anders dass man das eben nicht hat muss man durch den Widerstand gehen, dass das Pferd sich irgendwann anschließt.

00:08:17: Und es war so... Es hat ein bisschen gedauert, ein paar Jahre tatsächlich bis ich das dann wirklich immer mehr hinterfragt habe und tatsächlich hat's auch nicht so die Lösung gebracht wie ich mir gewünscht hätte weil sie waren sonst ja super brav, kaum hatte ich die ganz am Halfter, die hat ja alles mitgemacht Aber dieses sich fangen lassen war trotzdem immer so ein Thema.

00:08:42: Ich hatte dann halt meine Strategien, ich wusste halt okay hinterhand verschieben mir die Aufmerksamkeit holen das Pferd irgendwie Kappen in der Ecke treiben oder ja es ihm ungemütlich machen ihn zu verklickern.

00:08:57: Sohege wenn du halt bei mir bleibst dann hast du's halt schön und wenn man halt nicht da bleibt dann wirds halt un gemütlich.

00:09:04: Also man hat halt schon irgendwie was in der Hand gehabt, mit dem er das halt irgendwie lösen kann.

00:09:08: Aber es hat sich einfach nicht gut angefühlt.

00:09:10: Das wollte ich so nie!

00:09:12: Ich hatte halt diese romantische Vorstellung, ich komme auf die Koppel und sie läuft mir zu.

00:09:17: Und sie freut sich mich zu sehen.

00:09:18: und so war's halt nicht... ...und sie war ihr Leben lang Schulpferd.

00:09:27: Mit ihrer Rente dann letztlich auch habe ich dann ja auch innerlich abgeschlossen und hab gesagt, du, ich will eigentlich jetzt nichts mehr von dir.

00:09:34: Weil wie gesagt, ich dachte, dass ich gar nicht viel will von ihr, dass das innerlich von mir da gar nicht so.

00:09:39: der Druck ist aber scheinbar für sie schon.

00:09:44: Und erst als ich wirklich so auch gesagt habe, so jetzt ... Ja... Habt du einfach ein schönes Leben?

00:09:52: hat sie angefangen, mich mehr zu suchen und hat gewusst okay.

00:09:56: Sie kann sich mir jetzt noch auch öffnen und zeigen und ich nutze das nicht gleich aus, dass ich sie wieder schnappe und sage ah na Gott sei Dank wenn du dich heute so leicht fangen lässt quasi!

00:10:06: Ich meine das Wort benutze ich.

00:10:07: heute ist es überhaupt nicht mehr in meinem Watcher drehen ein Pferd einfangen.

00:10:12: Das ist so völlig fremd für mich heut Ja genau Und so hat halt generell dieses Umdenken stattgefunden.

00:10:24: Ich weiß nicht, ob du diesen Wandel meinst oder das was dann später noch mal war weil ich habe ja sehr viel für mich im Kämmerlein geforscht.

00:10:33: Weil ich konnte mit ihr immer so viel machen.

00:10:36: Sie waren schon um die dreißig und da ging es nur darum sie zuversorgen ihren schönes Leben zu bieten.

00:10:44: Ja und hat mir dann aus Spanien einen jungen Spanier gekauft.

00:10:51: Es war ein Blindkauf, also ich habe nur ein Foto gesehen und der Video und hab schon gewusst hey das richtige Pferd wird schon kommen.

00:10:58: Am Ende mei kontrolliert man das oft so und denkt naah und des und die und den Und dann kommt sowieso alles anders als man geplant hat.

00:11:08: und drum dachte ich gleich mal so ja okay wird hier passen Ja und Ankaufsuntersuchung habe ich natürlich schon alles machen lassen und es hat alles super gepasst.

00:11:19: Und ja, dann ist der gekommen roh.

00:11:21: Das war mir ganz wichtig, dass er nicht so viel kennt wobei Spanien und roh ist halt auch so zwei Welten was da drunter verstanden wird.

00:11:30: und ich habe dann relativ schnell gemerkt naja, der hat schon ein bisschen etwas erfahren da unten aber er kannte trotzdem viele Dinge nicht.

00:11:40: also es routinierte Sachen wie Hufbearbeitung spazieren gehen das kannte er halt alles nicht.

00:11:48: zwei, drei Monate wie das oft typisch ist.

00:11:50: Klappt noch alles ganz gut weil fährt es ja nur so in dieser Phase von okay was ist hier neu?

00:11:55: Was kann ich mir erlauben?

00:11:57: Wie viel Raum ist denn überhaupt für meinen persönlichen Ausdruck?

00:12:00: und als der gemerkt hat ok ich will das eigentlich sogar und ich provoziere das auch und fördere dass er mir seine Meinung sagt ist er natürlich immer deutlicher geworden.

00:12:11: Und da ich ja Verhaltensweisen nicht aberziehe, dass ich arbeite an einer Verhaltenseise, wo ich sage das will ich nicht und dann gibt es irgendwelche Ansätze um das halt loszuwerden.

00:12:25: Das habe ich halt nicht gemacht.

00:12:27: Anna, Entschuldigung

00:12:28: aber darf ich etwas Wichtiges zwischenfragen?

00:12:32: Weil am Anfang hast du das ja wahrscheinlich noch gemacht mit dem Aperzin, oder?

00:12:35: Ob welchen Punkt hast Du damit aufgehört?

00:12:38: Weil das ist glaube ich für mich gefühlt ein Wendepunkt.

00:12:43: Naja also eigentlich mit der Hopp!

00:12:45: Dieses Verhalten sich nicht fangen zu lassen weil sie hat ansonsten alles mitgemacht da war ja null Widerstand Da gab es ja nix... abzuerziehen, also sie hatte den Sattelzwang aber wir sind dann am Ende eigentlich nur noch mit so dicken Pets wenn ich halt mal drauf gesessen bin und da war das eigentlich auch irgendwie gar nicht das Thema.

00:13:08: Aber dieses ja genau dieses Nicht fangen lassen war ja auch irgendwo dass man was macht was dieses Verhalten sozusagen verändert, wo man sagt okay das Pferd lässt sich nicht fangen.

00:13:22: Da mache ich es dem Pferden ungemütlich so lange bis es aufhört wegzugehen, bis es sich anschließt, bis sie mitkommen.

00:13:28: und Ich bin halt nie der Typ gewesen Der generell sehr regelmäßig mit Pferde trainiert hat Das war ich ja nie.

00:13:35: bei mir ging's ja wirklich nur darum hey wir wollen raus ins Gelände.

00:13:39: also Wir hatten wieder einen Reitplatz, wir hatten gar nichts.

00:13:41: Also dass die Optionen waren da auch sehr Ja und das Bedürfnis war da auch gar nicht da, weil sie ansonsten super händelbar war.

00:13:53: Und für mich total ja.

00:13:55: also es war einfach... Sie waren einfach erzogen wie man heute sagen würde außer diese fangenlassen Geschichte und da habe ich einfach gemerkt dass das fühlt sich nicht mehr gut an und dann hab' ich natürlich schon gesucht und Vorbilder gesucht, ob es andere Wege einfach auch gibt.

00:14:14: Und habe da natürlich dann auch die ein oder anderen gefunden.

00:14:18: Hab einiges gut verstehen können.

00:14:20: Manche Dinge hab ich nicht so gut verstanden.

00:14:22: Was meint denn der jetzt damit?

00:14:25: Aber ich hab gemerkt... Ich will das Pferd halt verstehen und mich verstehen!

00:14:30: Da kommen wir zu dem ganz Anfangsthema.

00:14:33: was drücke ich aus, was ich vielleicht gar nicht merke innerlich, was sich äußerlich beausdrückt?

00:14:40: was bedeutet das letztlich fürs Pferd und halt auch schlussendlich für mich und mein Leben.

00:14:46: Und ich hab halt gewusst, als ich diesen Weg eingeschlagen habe, mich mit dem Pferд gemeinsam wohin zu entwickeln kann ich es auch ethisch so für mich nicht mehr machen, diesen Shotcut zu wählen, zu sagen ja okay das ist jetzt da des Verhaltenen und eigentlich würde das vielleicht bedeuten dass sich das in meinem Leben verändern sollte, müsste.

00:15:11: Aber ich wähle jetzt trotzdem den Shortcut und bring ihm das bei ist ja dann egal auf welche Art und Weise mit positiver negativer Verstärkung was es da alles gibt.

00:15:20: Ich habe halt gewusst.

00:15:22: für mich als Mensch ist es ganz wichtig diesen Prozess auch zu gehen und es dauert vielleicht um das länger.

00:15:29: wo halt der andere mit seinem vierjährigen Pferd schon keine Ahnung was alles macht wusste ich halt okay ich kann das auch machen logisch.

00:15:37: Also da braucht es dann vielleicht den richtigen Lehrer, der einem das zeigt.

00:15:41: aber ich wusste halt für mich innerlich als Mensch braucht auch diese Zeit dahin zu reifen so diesen Menschen zu werden und sich dahin zutasten.

00:15:53: genau

00:15:55: okay voller spannende Geschichte Sandra.

00:16:00: Ich erkenne viele Überschneidungen von mir, aber trotzdem ist es bei mir wieder so ganz anders weil ich halt total der trainierende Mensch war, also volle... genau im Gegenteil.

00:16:10: Sandra was sind jetzt auch die Sachen, die dir in der Arbeit mit Pferden jetzt besonders wichtig sein?

00:16:16: Du hast schon gesagt du erziehst nichts ab und ich glaube dass ganz viele unter Werner bestimmt viele den Podcast hören Die vielleicht noch aus... Also mein Hauptding ist ja Reitkunst.

00:16:30: Das war das, was ich ganz lange gelernt habe.

00:16:33: und Ja da ist Pferde erziehen.

00:16:37: also was das heißt?

00:16:37: jetzt so wie du gesagt hast das kann man positiv bestärken oder negativ aber das gehört dazu und ich glaube viele Menschen kennen sich gar nicht vorstellen Wie arbeitet man mit einem Pferd dass man nicht erzieht?

00:16:49: Du lachst!

00:16:54: Also wenn wir das jetzt gelingen, den so kurzer Zeit zu erklären, freu ich mich.

00:17:00: Ich bemühe mir das in Worte zu fassen.

00:17:03: Also grundsätzlich ist es mir schon wichtig... Ich habe mich sehr viel natürlich dann die Jahre darauf mit dem ganzen Lerntheorien befasst.

00:17:10: also ich bin da auch tief drin.

00:17:12: Das ist mir nicht fremd.

00:17:15: aber Und ich lehne sie auch nicht ab, dass sich sagt pauschal das ist alles irgendwie schlecht oder so.

00:17:22: Aber für mich ist halt die Baseline also die Grundlage ist halt für mich heute eine andere.

00:17:29: Das ist für mich Heute die lebendige Kommunikation und auch das Wort ist schon wieder so ein bisschen.

00:17:35: ja was heißt denn das überhaupt?

00:17:36: weil es verwenden dann auch mittlerweile schon viele.

00:17:39: lebendig bedeutet für mich halt, dass ich nicht nach einem starren Muster irgendwie was abspule.

00:17:45: Was ich mal gelernt habe so macht man das halt also keine Ahnung hat gelernt du stehst am Rettplatz willst es pferd auf dem zirkel schicken und dann machst genau die abfolge an körpersprachlicher Geste wenn's das Pferd nicht versteht oder was auch immer dann machst du das Schritt des Schritt des So oder auch In allen anderen Sachen.

00:18:06: ja, das hat oft einen sehr klaren Ablauf um an ein Ziel natürlich zu kommen.

00:18:11: Weil das Ziel ist ja dem Pferd was beizubringen oder abzugewöhnen.

00:18:15: so und für mich ist halt heute ganz wichtig dieses Lernen präsent und wachsam im Moment zu sein dass ich nicht eben an das denke was vielleicht keine Ahnung privat gerade so los ist, sondern dass ich wirklich... Wenn ich zu den Pferden gehe dann nehme ich das auch wahr.

00:18:33: Also ich habe jetzt grad ein Workshop gehabt und da war halt auch so wenn wir da in eine Herde reingehen Ich kann nicht kommunizieren mit den Pherden alle.

00:18:42: Das geht nicht!

00:18:43: Also würde ich da meine Hände und meinen ganzen Körper nicht die ganze Zeit entsprechend den Pfern auch einsetzen, dann fühle ich mich stumm.

00:18:53: Das wäre für mich so als würde mir jemand die Stimme wegnehmen und ich könnte mit dir nicht mehr sprechen weil ich habe jetzt auch kein Skript und mir vorher überlegt was wir jetzt machen sondern das kommt einfach so.

00:19:04: ja halt jetzt raus in unserem Gespräch.

00:19:06: und genauso ist es letztlich auch mit Pferden dass sich immer schau erstens natürlich zu schauen, wie kann ich denn das Pferd besser wahrnehmen?

00:19:14: Wie kann ich vielleicht anhand seinem Körper, anhand von Gesichtszügen anhand dessen, wie sich es in der Herde ausdrückt.

00:19:20: Schon erkennen was ist in des Phänwesen und was ist dem wichtig im Zusammensein.

00:19:25: Was braucht's dann vielleicht auch entsprechend von mir?

00:19:27: Ja, was kann ich ausgleichen?

00:19:28: Was bringt's denn selber mit?

00:19:30: Dann natürlich ist es wichtig dass ich mich gut kenne, dass ich auch weiß okay... Ich bin vielleicht der Typ, der zurückhaltend ist.

00:19:38: ja also wenn mit Pferden in Kontakt gehe, weiß ich auch.

00:19:42: Ich bin nicht der, der gleich mal hingeht und sagt höre wir jetzt mal auf die Seite, aber keine Ahnung das bin ich einfach nicht!

00:19:47: Und auch das war so wichtig dass man es so aber nicht sein muss um irgendwie Respekt vor dem Pferd zu haben.

00:19:56: Ja und dann natürlich dieses okay Verstehe oder ich kann erkennen wer ist ein des Pferds?

00:20:01: Wer bin ich und wie kann einen Dialog daraus entstehen?

00:20:04: und da ist es halt auch wichtig vergleiche ich immer so ein bisschen wirklich wie mit einer Sprache lernen.

00:20:10: Wenn man halt so einzelne Vokabeln versteht, dann ist das schon mal gut weil man kann halt sich mit Händen und Füßen irgendwie in einem fremden Land selber helfen aber an dem Gespräch teilnehmen wird halt schwierig dass du die Gebräuche kennst die Ausdrucksformen, was sie halt auch vielleicht für Scherze verwenden.

00:20:27: So was halt so das Längen ist vielleicht und so ist es halt auch für mich mit einem Pferd, wo Kabel sind natürlich wichtig aber wie ich die Aneinanderreihe und lese bildet ja den ganz anderen Satz und wo das eine Pferde zum Beispiel auf mich zukommt und ich schon merke okay keine Ahnung.

00:20:44: Gesichtszüge Ohren Körper Position zu mir heißt einfach jetzt ok der isst schon viel selbstbewusster, der ist halt so ein, hey ich bin hier und dann machten Pferd quasi das gleiche aber auf eine andere Art mit feinen anderen Ausdrucksformen.

00:21:03: Und man merkt schon, das ist einfach ein ganz anderer Typ Pferddt!

00:21:08: Dann kann ich da auch ganz anders kommunizieren –

00:21:11: mit

00:21:11: meinem Körper, mit meinen Händen.

00:21:14: Dadurch werde ich sehr vorausschauend Also diese Lebendigkeit im Moment, dass meine Hände, meinen Körper, mein Kopf, mein Geist permanent eigentlich im Austausch sind und wahrnehmen.

00:21:26: Aha!

00:21:26: Jetzt hat sich der so gedreht und der so kann ich natürlich vorausschauern.

00:21:30: Ich kann Pferde dann wirklich viel besser, also natürlich kann ich nicht wahr sagen und immer alles minutiös.

00:21:37: Aber ich kann halt schon viel früher erkennen okay das Pferd hat jetzt die Intention es wird jetzt da und dahin gehen.

00:21:43: Also muss ich nicht erst warten bis das pferd mich über den Haufen rennt oder sonst soll ich kein proaktiv mitgestalten?

00:21:50: Ich bin Teil der Herde Und alleine diese Tatsache war für mich so... Erkenntnisreich, weil in diesen kleinen... man denkt so ja das ist dann nur eine Momentsgeschichte.

00:22:03: So ok?

00:22:03: Dann mache ich das jetzt so und so.

00:22:05: aber darin liegt halt ein Samen der wenn ich das immer wieder so kultiviere Wenn das mein normal ist Das Pferd weiß die ist immer da Die ist immer wach Die kommuniziert immer Die Hände haben immer ne Bedeutung Ihre Schritte haben immer Ne Die geht nicht einfach irgendwie durch die Gegend Und dann werden wir fürs Pferd berechenbar, verlässlich und kommunikativ.

00:22:29: halt auch ein Anker.

00:22:30: Wenn ich dann halt rausgehe weiß ich brauche mich um gewisse Dinge nicht mehr sorgen dass das pferd mich einfach über den Haufen rennt oder solche Sachen weil ich das schon vorlebe.

00:22:41: Ich kann dempferd dann ganz anders sein Vorbild zeigen.

00:22:45: Sandrae versuchst noch mit zusammen zu fassen okay?

00:22:48: Schauen wir mal was hin kriegt.

00:22:49: aber nur ganz kurz.

00:22:51: Du hast jetzt ein bisschen beschrieben, was da heute in der Arbeit mit Pferden wichtig ist und das ist schon sehr neuartig.

00:22:59: Das Wort ist mein erstes Einfalt aber ich glaube auch sehr bereichend und bereihandend und auch das, was wir wahrscheinlich alle auf dieser Welt brauchen würden.

00:23:07: Und zwar hast du glaube ich gesagt wenn ich es richtig verstanden habe dass das erste worauf du achtest deine innere Haltung ist, wenn du zum Pferd gehst also dass du halt wirklich schaust.

00:23:17: okay wie bin ich da?

00:23:18: Wie kann loslassen, was ich vielleicht vor kurzem erlebt habe und wie kann ich wirklich total präsent da eine gehen.

00:23:26: Und dann gibt es zwar ganz wichtige Dinge dass du das Pferd lesen kannst und kennenlernst in all seinen Dybbandbreiten und dass du es aber auch annimmst so wie's ist und gleichzeitig musst du die kennen lernen und auch dich annehmen sowie du bist, dass du's auf deine Ort und Weise mit dem Pferд machen kannst und am Ende darf dann quasi jeder so sein wie er is'.

00:23:49: Und man spricht miteinander.

00:23:52: Das wäre jetzt einmal so meine Zusammenfassung?

00:23:55: Ja, das trifft es sehr gut eigentlich!

00:23:57: Okay, voll gut!

00:23:59: Das einzige was ich vielleicht

00:24:00: nur als Fußnote anmerken will, die wenig doch herausgestellt ist natürlich dann schon so dass es dann halt zu unterscheiden gilt weil es heißt ja nicht dass das Pferd dann auch Verhaltensweisen zeigt

00:24:16: wie vielleicht

00:24:17: erstmal für uns

00:24:18: ja

00:24:19: fraglich sind oder vielleicht auch in weiteren Stands vielleicht gefährlich werden könnten.

00:24:23: Klar, also wenn das Pferd so frei ist und dann es halt wichtig zu unterscheiden okay macht dass das Pfad halt weil ich kommunikativ was verabseumt habe was nicht gesehen hab oder was falsch kommuniziert hat sich nicht weiß Oder ist es doch irgendwas innerlich unbewusstes was es wahrnimmt Was ich halt auch noch nicht weiss.

00:24:44: Also da geht's natürlich schon ein bisschen Auch in dieses Forschen und in diese Selbstbeobachtung.

00:24:51: Darum sind halt auch Videos dann ganz wichtig, für mich in der Zusammenarbeit ohne Videos geht einfach nix weil die Menschen sich selber sehen müssen, weil die Selbstwahrnehmung oft ein bisschen verrückt ist also verrückt von dem wo es eigentlich ja was eigentlich tatsächlich ist.

00:25:08: man denkt so Ja ich bin hier locker und der Arm ist ja ehe unten Und dann merkt man so im Video eigentlich ist der Arm ständig oben Und beim Fühlen zum Beispiel ist das sehr, sehr häufig so.

00:25:19: Genau!

00:25:21: Okay ja verstehe.

00:25:24: Da wollte ich nämlich eh noch einmal drauf zurück weil das finde ich auch so super spannend.

00:25:28: Das passt nämlich glaube ich ein bisschen zu meiner Arbeit dass du gesagt hast dass die Pferde heute manchmal auch... ...das ist ja in einer Form von Spiegeln und dass du unbewusst irgendetwas ausstrahlst was noch im Schatten liegt und nicht in Licht.

00:25:43: Und da kommen wir dann zur persönlichen Entwicklung.

00:25:47: Und Sandra, was man da halt so einfällt?

00:25:50: Das ist glaube ich für Menschen in der heutigen Zeit alles schon trotzdem auf eine gewisse Weise ein anstrengender Weg weil wir sind ja unachtsam hoch hundert, weil das ganze Leben geht schnell!

00:26:01: Wir sind abgelenkt von Social Media, desdesdesdes... Wir sein fast nie im Moment außer man übt es.

00:26:08: Aber wenn man das nicht übt, ist man es einfach nicht.

00:26:10: Deswegen ist das ja total krass.

00:26:12: Das ist mir jetzt nur gerade eingefallen, dass das schon eine hohe Schule für Menschen sein kann.

00:26:19: Und Sandra, das hast du aber auch, dass du dann quasi mit den Menschen an den Themen arbeitest die Pferde dann spiegeln also an den unbewussten Dingen die Pärde ins Licht bringen?

00:26:31: Ja, schon kommt darauf an wie der Tiefegrad ist sage ich jetzt mal vor

00:26:36: sich.

00:26:38: Also was mir ganz wichtig ist, vielleicht da auch kurz anzumerken.

00:26:42: Weil mich das natürlich auch schon viele Menschen gefragt haben.

00:26:44: ja wenn die Pferde da so spiegel sind und ich habe drei Pferden dann müssten die ja alle das gleiche halt spiegeln.

00:26:52: weil ja genau und da ist mir halt schon immer ganz wichtig dass jedes pferd halt aus seiner aus seinem wesen heraus um seine möglichkeiten heraus halt versucht auf das einfach aufmerksam zu machen.

00:27:07: Und wo der eine halt irgendwie übergriffig wird und schnappt, und das andere fährt total lethargisch und irgendwie sich zurückzieht oder was auch immer kann sein dass es vielleicht dieselbe Botschaft ist aber halt ganz anders gekleidet Das ist halt ganz wichtig zu verstehen dass es schon sehr individuell sein kann also dass die Pferde oder die Tiere da keine.

00:27:29: ich denke siehst du auch so wenn du so nix dass die Tieren da keine leeren spiegel sind Meister da drin echt und ja auf Dinge einfach auch aufmerksam zu machen.

00:27:41: Für mich ist es halt wichtig, ich spreche das an sofern natürlich die Menschen auch dazu in der Lage sind es auch wahrnehmen zu können, zu wollen und vielleicht entsprechend vielleicht auch eine Begleitung professionellerseits zu haben weil ich bin kein Coach und in diese Tiefe dadurch zu gehen die Kapazität habe ich meistens eigentlich nicht, dass ich da tiefer reingehe weil einfach der ganze Umgang natürlich auch so viel Raum einen nimmt.

00:28:14: Weil... Ich hab' einfach die Erfahrung gemacht und das ist halt auch so.

00:28:20: der Unterschied in der Pferdewelt wo man sagt okay, ich entwickel mich persönlich weitermache aber vom Umgang her quasi das trotzdem gleich oder es ist halt trotzdem das was ich kenne Und bei mir ist es halt schon so, das ist ja quasi fast hundert Prozent genau was anderes.

00:28:39: Ich habe einfach gemerkt dass es halt wichtig ist, dass die Menschen intensiv in diesem neuen Umgang geschult werden weil wir einfach so programmiert sind von jahrelang also und das ist nicht nur etwas wie ein Pferdeumgang machen sondern das kommt ja aus unserem anderen normalen Leben, dass wir zum Beispiel so eine innere Haltung haben.

00:29:02: Ja wenn Widerstand ist muss ich immer dagegen gehen und dieses alleine das ja da weich zu werden.

00:29:09: Das ist so ne Schulungsgeschichte und das wiederum hat aber auch natürlich einen starken Effekt auf das wie der Mensch sich innerlich wieder auch fühlt Und was das dann auch mit dem macht.

00:29:21: deshalb schau ich tatsächlich in erster Linie oft dass ich den Menschen alles lerne, was es zu diesem Umgang und dieser Art mit Pferden zu kommunizieren.

00:29:30: Zu wissen gibt dass sie einfach schon von vornherein wissen okay das und das ist wichtig und denn dann das Pferd noch sagt hey aber das das das fühlt sich nicht stimmig an.

00:29:42: Dann sage ich ok jetzt schauen wir noch tiefe weil es gibt einfach wirklich so viele Themen die keine Themen sind wenn man einfach kommunikativ den Pferde anders begegnet.

00:29:53: zum Beispiel ein Raumthema.

00:29:55: Ja, also ich weiß es gibt wirklich viele Menschen die haben mein Raum Thema und natürlich vor allem auch zu Frauen so zum Thema Abgrenzen kommunizieren aber Oft haben sie davon auch eine viel schlechtere Vorstellung von sich selbst, wie es tatsächlich ist und zu was Sie eigentlich in der Lage sind.

00:30:15: Und da ist halt das.

00:30:16: zum Beispiel gerade bei diesem Thema ist für mich voll wichtig dass die Frauen und Menschen erstmal lernen Wie kommuniziere ich fair vorausschauend friedvoll meine Grenzen beim Pferd?

00:30:27: Und wenn's des dann noch infrage stellt, dann kann ich immer nur schauen wo darf ich denn lernen mich noch besser kommunikativ in gewaltfreier Kommunikation zu lernen, mich abzugrenzen.

00:30:39: Und das ist auch oft voll schön weil die Menschen merken ich kann es eigentlich besser als ich gedacht habe.

00:30:47: Also gibt's auch in diese Richtung also nicht nur so negative Sachen sondern auch dass die menschen merken Ich kann es einfach besser als vielleicht von mir erwartet hätte.

00:31:01: Mir überlegt, da war total schön und irgendwie wenn man Szenen das dann körperlich beibringt unter Anführungszeichen ist es ja auch

00:31:10: eine Schulung.

00:31:12: Absolut!

00:31:12: Dass innerlich etwas verändert oder?

00:31:15: Nur heute irgendwie mit einer anderen Zugang.

00:31:18: Genau weil wie gesagt der Umgang ist halt sehr viel.

00:31:23: Da gibt's einfach echt viel zu lernen und zu wissen und zu erforschen auch allein das.

00:31:30: Und vom Embodiment wissen wir ja, dass bestimmte Körperposen oder Bewegungen einen Einfluss aufs Nervensystem haben.

00:31:39: Es ist halt ein erster Weg und für mich ist es auch immer wichtig, dass die Menschen sich diesem Weg öffnen und sagen ich will mein Pferd nicht mehr zwingen oder ich will diese Dinge frei mir erarbeiten oder dahin entwickeln dass die halt auch ein Erfolgserlebnis haben.

00:32:00: Also klar kann ich jetzt niemandem sagen, ja du wirst jetzt keine Ahnung nach zwei Sessions oder zwei Besuchen mit deinem Pferd draußen freien Gelände vielleicht spazieren gehen oder so.

00:32:10: Es kommt dann immer so voll drauf an weiß schon wo die Menschpaare stehen aber alleine, wie viele Leute mir dann sagen hey ich komme in den Stall und mein Pferd wiehert schon oder freut sich das ich komm.

00:32:21: Ich kann denn ohne Halfter lasse ich ihn raus zum Putzplatz, dann putze ich den und dann tun wir halfter rauf und gehen spazieren.

00:32:28: und dass es alles so ja harmonisch ist und das ist einfach ein ganz anderes Gefühl.

00:32:35: tatsächlich.

00:32:36: also das kann man wirklich nur

00:32:38: fühlen würde ich gerne noch ganz eine andere Frage stellen.

00:32:43: Und zwar glaubst du, dass das mit Unteranführungszeichen wirklich ein Training was halt auf den Körperzustand des Pferdes abzielt?

00:32:55: Dass das Hand in Hand gehen kann oder ist es nicht möglich?

00:33:00: Gute Frage und da bin ich selber gerade eher auch nur im Erforschen sag' ich mal Es kommt voll auf das Pferd drauf an.

00:33:14: Also es gibt wirklich so Pferde, die so repete Tiefe sich wiederholende Sachen wenn sie das möglichst frei machen können da oft schnell man merkt so ist fangen Übersprungshandlungen an es merkst du okay jetzt irgendwie so eine Schwelle erreicht zweimal dreimal und irgendwie fängt jetzt an zu langweilen oder so Genau, es gibt halt andere Pferde die das von vornherein so gewöhnt waren und dann wollen sie halt diesen Weg gehen.

00:33:49: Also ich verbiete das nie jemandem oder sage, oh Gott!

00:33:52: Das kannst du jetzt alles nicht mehr tun.

00:33:55: aber in der Regel ist es schon so dass oft so der Punkt kommt wo der Mensch sich irgendwann so ein bisschen entscheiden muss.

00:34:02: Das schon also... Ich rede da jetzt nicht davon wenn man mal keine Ahnung des Pferdes gesundheitlich Angeschlagen, es ist eine Reha.

00:34:11: Ich hatte das selber beim Pferdus operiert worden.

00:34:13: ich musste den Schritt führen.

00:34:15: ja hätte der lieber laufen wollen?

00:34:17: ganz sicher und wir haben's auch hingekriegt und unsere Beziehung hat jetzt nicht darunter gelitten.

00:34:22: Ja also wenn solche Phasen sind dann ist das halt auch so dann braucht der Körper vielleicht diese Aufmerksamkeit.

00:34:29: Aber wo es dann schon oft ein bisschen tricky wird, ist wenn eben der Mensch so dran hängt.

00:34:34: Dass mir das so wichtig ist also was oft so ein bisschen schwierig ist.

00:34:37: Es ist so klassische Handarbeit weil je freier die Pferde im Ausdruck werden desto weniger können sie das haben Wenn man da sich immer sehr kurz hält.

00:34:48: Ja Reiten ist oft noch gut machbar Weil einfach der Körper von Menschen nicht so viel vom Boden kommuniziert.

00:34:59: Also man sitzt dann halt oben drauf, das ist einfach nochmal ganz andere Wirkung aufs Pferd auch.

00:35:04: aber meistens kommt halt schon irgendwann der Punkt wo des Pferds sagt so ja ente oder die mehr Mitspracherecht.

00:35:14: ich bekomme dass du mehr sagst dir vielleicht auch was da und da nicht stimmig ist Und dann kann man immer noch schauen okay Kann ich das körpersprachlich noch mehr So mit einfließen lassen?

00:35:26: dass das pferd mich versteht kann man immer noch schauen.

00:35:30: Genau, also da gibt es halt nicht die pauschale Antwort

00:35:35: und da

00:35:35: ich da halt selber nie so ambitioniert war hat's mich da auch nur nie so hingezogen.

00:35:44: Ja, bin ich vorstab bis sie neidisch?

00:35:47: Also ihr nimm dir vielleicht einfach mal kurz in meinen Kopf mit weil es glaube ich für viele Zuhörer spannend sein könnte.

00:35:53: Also ich hab mich halt jahrelang in den Pferdekörper, Tragfähigkeit und diese ganzen Themen eingearbeitet.

00:36:02: Und dann hat man irgendwie so ein Bane-Point, gell?

00:36:06: Man hat eben das Gefühl am Ende muss man eine Entscheidung treffen weil... Ich kann meine Pferde nicht mit gutem Gewissen einfach im Gelände reiten!

00:36:15: Weil ich weiß dass wenn ich es körperlich anschaue, dass es nicht tragfähig ist Das heißt damit es tragfähiger ist, muss ich so was trainieren Dann muss sie wiederholen Ja und diese Schleife, also wie gesagt ich bin ja noch... Ich bin lange nicht da wo du bist aber ich stelle mir halt wahrscheinlich schon bestimmte Fragen weil sonst hätte ich nicht zufällig dich in meinen Podcast eingeladen.

00:36:39: Verstehe und finde ja sehr verantwortungsvoll sich diese Fragen.

00:36:43: Also weißt Du auch auf den Körper Rücksicht zu nehmen wenn man sich da schon drauf sitzt.

00:36:47: und so Wenn wir in zehn Jahren nur mal reden und nur mehr Interview aufnehmen, dann sprechen wir genau über das.

00:36:56: Weil ich tatsächlich ist es so und ich glaube halt jeder Weg ist genau richtig so wie der ist!

00:37:02: Und bei mir war's halt einfach so nachdem meine erste Studie nicht mehr reitbar war habe den Vanito, also aus Spanien geholt und habe gemerkt, der hat doch schon einige Traumente auch im Gepäck.

00:37:16: Dem sein Nervensystem braucht echt nur lange zum Reifen und um überhaupt zu schauen... Also ich bin da gerade so auch in die Richtung existiert Neurodivergenz bei Pferden.

00:37:27: wie schaut es da aus?

00:37:28: Wie ist einfach da auch die Neuroplastizität?

00:37:30: Wie können die Pferde eigentlich dann lernen wenn sie vielleicht auch Neuro-Divergents sind?

00:37:35: Das heißt für mich war halt das jetzt ganz lang einfach so Ich hatte kein Reitpferd Also es war einfach auch die Option gar nicht da, neun Jahre lang.

00:37:44: Ich habe zwar den Panito das gelernt, also ich hab ihm das alles gezeigt so im Sinne von hey... Es war überhaupt kein Akt, dass es irgendwie so ein Ding war, ihm das zu zeigen weil er ja keine Angst vor mir hat.

00:37:58: aber das war einfach gar nicht so präsent.

00:38:02: Weil nach dem Panito ist halt mein Pony gekommen, den ich halt auch nicht reiten kann.

00:38:07: Dann haben sie einen Pferd aufgenommen aus dem Tierschutz mit dem Wissen, der ist ein Beisteller quasi und das war fein für mich weil ich gesagt habe ich hätte gerne eine Dreierherde dass wenn ich mit einem mal spazieren gehe das wird quasi der andere nicht alleine ist.

00:38:21: und dann ist der Tinig gekommen und es war halt bei mir immer ganz schwer der Fokus drauf wie kann man den Alltag mit Pferden meistern so diese Umgangssachen Alltagssachen, spazieren gehen alles was von Boden aus.

00:38:37: Es zu tun gibt so im Leben mit dem Pferd.

00:38:40: und da war natürlich der Malo für mich auch ein Lehrmeister weil er kam neunjährig wild als Hengst.

00:38:47: Der kannte gar nichts wie der Halfterführigkeit nix Und ich habe mir nie Fügungen gemacht oder sonst irgendwas.

00:38:55: Das heißt mein Schwerpunkt war einfach auch ein ganz anderer.

00:38:58: das heißt aber nicht dass Ich sage dass es jetzt einen schmarren eben dem Pferd zu helfen, tragfähig zu sein.

00:39:06: Ich glaube die Frage ist immer wie geht es dahin und wie kann man vielleicht auch diese lebendige Kommunikation damit verbinden?

00:39:16: Und für mich war halt um das zu... weil mein Pain Point ist halt genau die Opposition.

00:39:22: ich habe nicht so viel mit der Psyche, mit dem auseinandergesetzt.

00:39:26: was macht dass mit dem Pferd innerlich, wenn ich so und so mit dem pferd umgehe.

00:39:32: Wie fühlt sich das an?

00:39:33: Ganz empathisch ganz okay.

00:39:35: wie würde wie wird es sich für mich anfühlen, wenn das jetzt jemand bei mir macht?

00:39:39: Und Ich habe dann einfach gemerkt Okay Bei gewissen Dingen die Pferde werden immer leiser immer leise immer kleiner Innerlich So auch im Ausdruck vom Kopf Die Stehensäure körperlich halt mega da und Das ist also auch gerade mein painpoint noch zu Schauen.

00:39:55: Gibt's wirklich eine Möglichkeit beides Dann gut zu verbinden, sodass eben weder das eine noch das andere leidet.

00:40:02: Und wer weiß?

00:40:02: Vielleicht können wir uns da auch tun!

00:40:05: Oh Mann Sandra, das sind schwierige Themen.

00:40:09: Aber so wie... Das hast du kurz angedeutet.

00:40:11: jeder geht halt seinen eigenen Weg und es hat auch sein Grund.

00:40:14: warum also dein Leben hat dir heute ganz ein anderes Pferd geschickt und mir ganz ein ganz anderer.

00:40:20: ich habe ja schon lange sehr viele Pferde Die einen heute auf die Reise schicken.

00:40:27: Bei mir ist es halt so, dass einer von meinen ist älter und der hat das mit der Reibkunst bis aufs Letzte gemacht aber auch voller Freude.

00:40:37: also bei dem habe ich wirklich das Gefühl Der war zur richtigen Zeit in meinem Leben.

00:40:43: Und jetzt haben wir drei Lucidanus, die sind im besten Alter.

00:40:46: Elf, zwölf und zwar davon haben Diagnosen.

00:40:49: Der eine hat dann Rücken befunden, den reite ich vorerst nicht weil er Stress hat.

00:40:53: Und der andere hat an Hufrollen befunden und ist die meiste Zeit lahm- und will einfach eigentlich auch die meisten Zeiten negritten werden.

00:41:01: Deswegen war sie einfach ja das Leben hat mir in den letzten Jahren halt irgendwie... an eine andere Kreuzung geschickt und die darf anscheinend meinen Weg finden.

00:41:11: Und deswegen bin ich so in einem Uppbruch.

00:41:16: Aber schön, dass du das so siehst!

00:41:18: Weil viele würden es vielleicht sogar nicht wahrnehmen.

00:41:22: Das war für mich bestimmt auch nicht immer leicht, manche Dinge loszulassen.

00:41:26: Aber das ist halt einfach meine Lebenseinstellungen.

00:41:29: Ich glaube, da sind wir uns ja ähnlich... die Dinge passieren, damit wir zu uns zurückfinden und man stört sich dann halt immer wieder oder immer immer wieder.

00:41:37: Die Frage warum macht man man die Dinge?

00:41:40: Und das glaube ich sagen uns Pferden, da sagst du ja auch die Fragen an immer wieder bist du bei dir!

00:41:45: Wenn du auf irgendeinem Ort und Weise unbewusst oder bewusst nicht bei dir bist, sei es im Moment oder langfristig im Leben, dann werden sie das halt irgendwann sagen wenn du's hören willst.

00:41:57: Auf jeden Fall.

00:42:00: Jetzt habe ich noch eine heftige Frage Sandra.

00:42:01: Ich merke schon, mit dir kennt die Stunden lang Quatschen und zwar die Frage was bedeutet friedvoller Umgang?

00:42:08: Das hast du uns jetzt glaube ich schon beantwortet und dann haben wir ja noch angehängt wo fängt für dich Gewalt

00:42:17: an?

00:42:19: Eine sehr vielschichtige Frage also als allererster in mir drin indem wie dem anderen begegnet Da fängt es für mich tatsächlich schon mal an.

00:42:34: Und das habe ich genauso gelernt, ich bin da ja nicht befreit gewesen wenn man so eine innere Haltung manchmal in dem Pferd gegenüber hat.

00:42:42: Na komm jetzt stell dich nicht so an!

00:42:43: Das ist ja wirklich... Jetzt haben wir schon fünf Leute vorbeigegangen Es kann ja nicht so schlimm sein.

00:42:48: Also das mag vielleicht jetzt für den einen so okay was?

00:42:52: Das ist Gewalt.

00:42:52: aber da fängt's halt für mich schon an dass sich dem anderen vielleicht nicht die Empathie entgegenbringen was der gerade wahrnimmt.

00:43:02: Also und da können wir halt auch viel, sag ich mal zum Beispiel von Kindern lernen weil die drücken sie ja auch immer aus wie sie sich fühlen.

00:43:09: und bei den Kindern ist es genauso wenn man sagt jetzt stelle dich nicht so an reißt ihr mir zusammen das hilft dem halt nichts.

00:43:16: und also da fängt's halt für mich schonmal an wie begegne ich dem Pferd?

00:43:21: Ist aber nicht nur sowas sondern eben auch wenn ich so eine innere Haltung habe von keine Ahnung irgendwie ja dem Pferd muss ich jetzt das zeigen, dass ich der Boss bin oder sonst irgendwas irgendwelche Machtverhältnisse die ich vielleicht gar nicht merke.

00:43:40: So es muss irgendeine Macht ausgeübt werden um den anderen irgendwie von mir zu überzeugen und das ist für mich auch so wo wir das gar nicht merkten dass wir das tun ja auch in Partnerschaften und in Beziehungen dass wir emotionale Dinge aussprechen wie erst mal subtil gar nicht so gewaltvoll erscheinen, aber so auf emotionaler Ebene den anderen abhängig machen oder halt irgendwie dass der dann das tut was wir wollen ja so hinten rum und genauso ist es halt auch bei Pferden oft also oder dass wir den Pferd zu begegnen.

00:44:15: Und das wird es gar nicht merken weil das ist halt so unser normal.

00:44:19: Da fängt's für mich an wirklich diese innere Reflexion von sich selbst Und natürlich den eigenen Knöpfen, die die Pferde dann manchmal natürlich wunderbar drücken.

00:44:32: Gerade so eine Wut und Jezorn... Aber natürlich auch in dem Umgang, den ich mache.

00:44:43: Also es ist mir jetzt nicht so, dass ich gar keinen Druck oder einen Pferden gegenüber mal aufbaue.

00:44:52: Es kommt immer auf den Kontext für mich drauf an Wenn ich jetzt im Gelände draußen bin und wir stehen an einer Weggabelung, und ich entscheide jetzt – weil ich weiß es ist der bessere und sichere Weg oder da geht's nach Hause oder was auch immer.

00:45:04: Und ich entscheidet das jetzt und das Pferd würde aber gern vielleicht rechts gehen dann kann es sein dass ich natürlich auch mal sage ne?

00:45:09: Wir gehen aber links!

00:45:12: Wo es aber für mich fragwürdig anfängt ist wenn das Pfärd in einem Kontext ist wo eigentlich keine Sinnhaftigkeit Und dann demonstriert man halt irgendwelche Sachen, zum Beispiel keine Ahnung für Übungen oder Folien-ABC oder sonst irgendwas.

00:45:31: Man geht halt auf den Rettplatz und sagt heute üben wir an.

00:45:34: Hinterhandweichen vorhanden, weichen rückwärts gehen... Keine Ahnung!

00:45:38: Irgendwelchen Sachen.

00:45:39: und dann wird es halt endlose Male wiederholt und das Pferd kann den Kontext gar nicht mehr.

00:45:44: greifen.

00:45:45: und das ist natürlich was es für uns wichtig, für uns Menschen weil wir denken dass gibt uns Sicherheit und Kontrolle wenn wir's abrufen können.

00:45:51: Wenn wir sie wiederholen und sehen Das Pferd macht immer wieder und wieder anstatt darauf zu vertrauen.

00:45:57: also ich weiß wenn ich rausgehe und muss das Pferde um keine Ahnung das zweite Tor biegen und ihm helfen seine Hinterhand zu weichen dann ist das eine Geste die ich mache Und das Pfett kann das umsetzen.

00:46:10: Es kann auch rückwärts gehen, wenn ich das entsprechend kommuniziere.

00:46:15: Wenn es dann notwendig ist, dann verstehen die Pferde das tatsächlich.

00:46:19: Daran glaube ich heute ganz fest.

00:46:21: aber dass wir halt auch in dieses Vertrauen wieder zurückfinden, dass wir fähig dazu sind im dem Moment des auszudrücken was es vielleicht gerade braucht.

00:46:30: und ja also mein klar alles was es natürlich dann offensichtlicher Gewalt gibt wo wirklich aus Überforderung meistens und aus Hilflosigkeit.

00:46:44: Klar, das auf jeden Fall auch.

00:46:46: aber ich würde mir manchmal diese subtilen Sachen noch mehr wünschen dass es noch mehr angesprochen wird weil es passiert halt wirklich ganz viel unter dem Deckmantel.

00:46:57: des ist die Natur der Pferde und so gehen Pferden untereinander mit sich um kannst du da ruhig auch mal hinlangen.

00:47:04: oder mit der Gärte einfach mal an die Brust, oder einfach mal das Seil hinschleudern.

00:47:09: Oder auch so Sachen wie man steht da und es fährt guckt ein an weil's irgendwie ja einfach das wahrnimmt.

00:47:17: Da tut sich was und es dreht sich rein und man schiebt den Kopf einfach wieder raus.

00:47:21: Weil so quasi jetzt so ganz unbewusst machen wir das oft.

00:47:25: Das ist für mich schon Eine Art Übergriffigkeit, die dann stattfindet wie das Pferd natürlich auf jeden Fall merkt.

00:47:33: Wir aber ganz oft nicht!

00:47:34: Weil für uns ist es so ja.

00:47:36: Wir denken dass es so unwichtig.

00:47:37: Ja mei, da habe ich halt mal die Nase rausgeschoben weil ich nicht will, dass der da gerade den Kopf hernimmt oder so.

00:47:44: Also wir nehmen's gar nicht wahr, dass das Pfett gleich den Kopf reinträht.

00:47:47: Wir sehen sie erst wenns passiert ist und dann wollen was irgendwie zurückschicken weg haben.

00:47:53: Und das ist halt für die Pferde dann oft schon... dass sie sagen, okay du bist voll langsam in der Kommunikation.

00:47:59: Du siehst die Dinge nicht und dann bist du sofort übergriffig!

00:48:03: Und dann sieht man das aber oft mit unmittelbar weil das Pferd das ja durch Wiederholung immer wieder erlebt.

00:48:08: Okay der Mensch macht es halt so... ...und das macht an Reitplatz vielleicht nur nix weil da fühlt sich das Pfett noch sicher und sagt, da ist meine Herde in der Nähe und das ist so noch meine Komfortzone und dann geht mal raus ins Gelände auf einmal fängt das Pfert an nach mir zu beißen oder sonst irgendwelche Sachen.

00:48:26: Ja, also diese Zusammenhänge mehr zu sehen von den Dingen die wir tun.

00:48:32: Das würde ich mir wünschen ja.

00:48:35: Und ich glaube Sandra da braucht es ja ganz viel Aufklärungsarbeit weil solche Dinge machen Menschen nicht?

00:48:44: Nein, ja.

00:48:45: Weil eben das Pferd mit der Gärte einmal zurückschicken, das empfindet ja fast niemand noch als Gewalt tätig und Also ich fange diese Sachen jetzt an zu hinterfragen.

00:48:58: Und wenn ich ehrlich zu mir bin, das kommuniziere ja ganz ehrlich, war ich ganz sicherlich auf vielen Ebenen gewalttätig zu meinen Pferden und heute bin ich bestimmt immer noch auf einem... also es ist immer wo definiert jeder wo fängt Gewalt an aber da muss ich... Da kann ich auch dazu stehen und ja so wie ich's heute interpretier habe ich ganz bestimmt ganz viel Gewalt am meinem Pferd ausklebt.

00:49:21: Was du aber vorher angesprochen hast dass da halt auch so viel unbewusst abläuft.

00:49:27: Und da glaube ich halt und deshalb gebe ich heute fast kein Unterricht mehr, sondern mache nur noch Coachings und die Versuche wirklich in die Tiefe zu gehen weil Menschen machen das ja nicht mutwillig, Wir tragen heute Verletzungen.

00:49:42: Ich glaube, das sind wir uns einig in uns, warum wir mit einem anderen Lebewesen zu umgehen und was mir dann immer bewusst wird – was ich bei mir selbst merkt habe – die Menschen gehen mit sich genau gleich um.

00:49:53: Also ich bin sicher nicht sanfter umgegangen als mit meinen Pferden.

00:49:58: Und das ist halt so ein bisschen mein Auftrag zu versuchen, Menschen auf die Verebene in einen Prozess zu bringen, dass sie dass sie halt wirklich friedvoll sein können.

00:50:12: Ja, voll!

00:50:14: Das ist schon sehr, sehr wichtig ja die Menschen da auf den Weg natürlich zu bringen das überhaupt wahrzunehmen wo viel Härte in uns ist viel Widerstand, dass man das erst mal wahrnimmt.

00:50:30: Aber gerade dieses Kopf rausschieben ist man oft so ein bisschen genervt oder so... Man denkt da gar nicht groß drüber nach aber alleine in dem steckt schon soviel!

00:50:40: Da weiß ich schon so viel über den Menschen weil ich einfach merke der ist selber auch schon sehr abgeschnitten von dem was er selbst vielleicht gar nicht mag

00:50:55: Weil er

00:50:56: das beim anderen gar nicht wahrnimmt, dass es vielleicht dann die Augen zamm knifft.

00:51:00: Einmal kurz den Kopf oder die Ohren nach hinten dreht und sagt, oh was war denn das jetzt?

00:51:04: Man nimmt das gar nicht mehr wahr!

00:51:05: Das ist irgendwie so ja...

00:51:08: Machbarheit.

00:51:09: Man geht halt über sich selbst hinweg und dann logischerweise einfach die Pferde, gell?

00:51:14: Genau.

00:51:16: Ja.

00:51:17: Sandra ich habe noch eine letzte Frage

00:51:19: okay?!

00:51:21: Wirkst noch kurz das Thema, aber das möchte ich dir unbedingt fragen.

00:51:24: Und zwar du weißt ja dass es dem Podcast vor allem mal deshalb gibt weil die Frauen, ich glaube es hören nur Frauen meinen Podcast dazu motivieren will, dass sie sich trauen ihren eigenen Weg zu gehen.

00:51:37: und du bist eine Frau sonst würdest du halt nicht aussitzen die total ihren individuellen Weg geht der Total deinem Herzensweg entspricht.

00:51:47: Hast Du für die Zuhörerinnen

00:51:49: Tipps

00:51:50: oder vielleicht ein paar Fähigkeiten, die du mitbringst, die es dir möglich gemacht haben sozusagen deinen Weg zu gehen.

00:52:06: Ich glaube so dieser ganz tiefe innere Wunsch mein Leben selbst bestimmt zu führen ich glaube das war immer mein Antrieb Weil ansonsten habe ich nicht so viel Ressourcen gehabt.

00:52:24: Also, ich war nicht ganz so gut in der Schule und da war jetzt netter Grundbaustein gelegt für so ja Selbstständigkeit und was da halt alles dazugehört an den ganzen pürokratischen Zeugs.

00:52:37: Aber der Wille Ich will über meine Zeit selber bestimmen!

00:52:42: Ich will etwas machen Was sich für mich nicht nach Arbeit anfühlt.

00:52:46: Das war für mich als Kind schon ganz wichtig.

00:52:48: Ich hab das einfach nicht so verstehen können, wie jemand bestimmt, wann du wohin gehst.

00:52:54: Und dass sich alle immer auf den Urlaub freuen ... ich dachte mir immer so ja also was ist denn das für ein Leben?

00:52:59: Also keine Ahnung, man geht wieder arbeiten und dann zählt mal schon die Tage und Wochen bis zum nächsten Urlaub!

00:53:05: Das war... und ich bin auch in einem ganz normalen Arbeitsleben Wesen.

00:53:09: Also es ist jetzt nicht so, dass ich so privilegiert bin, dass von Anfang an jetzt so lebe sondern ich kenne das alles und genau aus diesem Ding auch rausbar, dank für mich.

00:53:20: Okay ich gehe alle Schritte.

00:53:22: und was es mich auch an Mut kostet das zu tun weil das möchte ich nicht mehr und ich hätte's gern anders.

00:53:32: Also man braucht einen guten Antrieb einen Motivator

00:53:37: Ja, also schon so ein bisschen am Nordstern wo man sagt okay das da zieht es mich einfach hin und das waren für mich immer die Pferde.

00:53:44: Und als ich halt auch erkannt habe hey ich kann damit mich selbstständig machen auch wenn ich eben körperlich war sie das was ich hier anfangs dachte ich kann das körperliche gar nicht stemmen ja dass sich da die pferde von der einer dagegen rennt und ich kann den halten was mache ich ihn dann?

00:54:02: Und als dieses Feld sich geöffnet hat.

00:54:04: Ich kann da was ganz Eigenes kreieren.

00:54:06: Und... Da gibt's noch ganz wenige, die das so in die Richtung machen und es ist so... Es sprudelt einfach schon so aus mir raus aber einfach klar.

00:54:14: okay also... Das ist es!

00:54:17: Also da gehts hin.

00:54:19: Und ich wünsche es jeden oder die sich das auch wünschen dass sie sowas haben wo sie sagen da bin ich Feuer und Flamme.

00:54:27: das kostet mich überhaupt keine Energie mich vorzubilden, was zu lernen und mich da reinzutigern.

00:54:35: Weil das braucht natürlich schon auch irgendwo diesen Container, dass man da sagt ich saug alles auf und das will ich wissen mit Haut und Haar.

00:54:47: Schön!

00:54:49: Ja also sie dürfen sich alle auf die Suche nach ihrem Nordstern machen.

00:54:54: Genau.

00:54:55: Liebe Sandra vielen vielen Dank für das Gespräch.

00:54:58: Ich glaube das ganz ganz viele Etwas zum Nachdenken haben.

00:55:03: Es war sehr schön mit dir!

00:55:05: Danke, es hat sehr viel Spaß gemacht.

00:55:07: Danke für die Einladung.

00:55:08: Und wie gesagt sind rein zehn Jahre.

00:55:11: Genau.

00:55:12: Wäre schön wenn wir uns vorher noch mal sehen.

00:55:14: Auf jeden Fall.

00:55:16: Vielen Dank.

00:55:16: Danke

00:55:18: dir.

00:55:18: Liebe Zuhörerinnen, schön dass ihr dabei wart.

00:55:22: Ich verlinke euch die Sandra auch in den Show Notes, also falls ihr sie und ihre Arbeit finden wollt.

00:55:27: Dann könnt ihr sie da ganz leicht finden!

00:55:30: Und ich hoffe wir hören uns in der nächsten Folge wieder!

00:55:44: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast Die Pferdewisionärin!

00:55:49: Ich bin Lisa Joost und möchte dich motivieren und inspirieren mit deinem Pferde deinen Weg zu gehen um dir selbst ein Stückchen näherzukommen.

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